| Englischer Garten Eulbach: ein
Gang durch diesen Park wird zu einem Erlebnis. Archäologische
Monumente, unterschiedliche Landschaften, eine Burgruine, der Wechsel
von Buschgruppen und verschiedenen Bäumen, kurze Erläuterungen
an den Objekten und die verschiedenen Tiere in den Gehegen verschaffen
Kurzweil und Erholung.
Direkt an der B 47, der Nibelungenstraße, zwischen Amorbach
und Erbach / Michelstadt, inmitten einer reizvollen Landschaft,
liegt der ca. 400 Hektar große Englische Garten beim Jagdschloss
Eulbach. Graf Franz I. zu Erbach-Erbach (1754 – 1823) ließ
1771 das Eulbacher Jagdhaus errichten, das um 1800 als Sommerresidenz
ausgebaut wurde. 1846 wurde das Jagdhaus unter Graf Eberhard zu
einem kleinen Schloss umgestaltet. Es ist heute Wohnsitz
der gräflichen Familie zu Erbach-Erbach. Zu dem Jagdhaus
gehörte ursprünglich ein ca. 3000 Hektar großes
Wildgehege, das zwischen 1795 und 1798 angelegt wurde. Zwischen
1802 und 1807 wurde der Englische Garten Eulbach erbaut. Der Architekt
war der kurmainzische und kurpfälzische Hofgartenbaudirektor
Friedrich Ludwig von Skell, nach dessen Plänen auch die Landschaftsgärten
in Wiesbaden-Biebrich, München und Schwetzingen erbaut wurden.
Noch unter Graf Franz I. wurden in dem Park römische Denkmäler
aus dem Odenwald aufgestellt. Hinzu kamen archäologische
Sehenswürdigkeiten aus der Römerzeit, wie der Viergötterstein,
ein Opferstein und ein Inschriftstein. Folgt man den gut ausgebauten
Wanderwegen mit alten Gemarkungssteinen, die zumeist mit dem Dreisternenwappen
der Grafschaft Erbach oder mit dem Mainzer Rad versehen sind,
gelangt man auch zu einem See mit einer neugotischen Inselkapelle, die nur mit einem Boot zu erreichen ist. Sie wird von der Gräflichen Familie, den Eigentümern des Landschaftsparkes, genutzt und gepflegt. Folgt man dem Weg, gelangt am zu einer Burgruine, der "
Eberhardsburg". Es ist eine künstliche Ruine auf einem künstlichem Hügel, aufgeschüttet mit dem Aushub des Weihers.
Weiterhin sind Römische Skulpturen, Tore von den Römerkastellen Eulbach und Würzburg sowie ein Obelisk zu bestaunen.
Für Familien mit Kindern sind der Spielplatz und die Wildgehege besonders interessant. Hier können auch Wisente und Muffelwild sowie Rot-, Dam- und Schwarzwild beobachtet und – mit der nötigen Vorsicht - auch gefüttert werden. Futter kann im Park gekauft werden.
Der Park zeichnet sich auch durch eine Vielfalt an Pflanzen aus. Man findet u.a. die Weymoutskiefer, den Spitzahorn, die Nordmanntanne, den Lebensbaum, Sommer- und Winterlinden, Ebereschen, den Mammutbaum, Lärchen und Tulpenbäume.
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