Kühle Räume an heißen Tagen
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Wer auf die Wettervorhersage vertraut, hat in unseren Breiten die Rechnung häufig ohne den Wirt gemacht: Morgens ist es noch bedeckt, mittags brennt die Sonne bereits vom Himmel – und niemand ist zu Hause, der die Jalousien herunterlassen könnte. Damit die Wohnung nicht zur Sauna wird, gibt es motorisierte Systeme zur automatischen Steuerung von Rollläden, Markisen und Jalousien. Über eine Schaltuhr mit Lichtsensoren passen sie den Sonnenschutz der Sonnenintensität an. Ein positiver Nebeneffekt der Verschattung von „Geisterhand“: ungebetenen Gästen erscheinen Haus oder Wohnung belebt. Die Antriebe und Steuerungen fallen nicht auf und lassen sich bei neuen Anlagen optisch elegant integrieren. Und selbst bereits vorhandene Anlagen können in der Regel ohne großen Aufwand nachgerüstet werden. Für die Verschattung von Fenstern und Terrassentüren eignen sich außen angebrachte Rollläden, Jalousien oder Markisen. Aber auch innen laufende Rollos aus Folie oder Gewebe oder sogenannte Faltstores sorgen an heißen Tagen für kühle Räume. Gesetzgeber verlangt Hitzeschutz Übrigens hat der Gesetzgeber den sommerlichen Wärmeschutz, also den Schutz vor Sonnenhitze, in der neuen Energieeinsparverordnung (EnEV) sogar vorgeschrieben, wenn bei Neubauten der Anteil der Fenster an der Fassadenfläche 30 Prozent überschreitet. Ob vorgeschrieben oder freiwillig: Mensch und Tier werden es in jedem Fall danken. Untersuchungen belegen, dass schon ab einer Raumtemperatur von 26 °C die Leistungsfähigkeit deutlich sinkt und das Unbehagen steigt. Auch Möbel, Gardinen und Gemälde bleichen ei einer entsprechenden Verschattung nicht so schnell aus.
Rollläden sparen Geld Keine Überraschung, aber eine Bestätigung von wissenschaftlicher Seite: Um bis zu 25 Prozent kann der Wärmeverlust über Fenster und Türen reduziert werden, wenn diese mit einem Rollladen verschlossen sind. Dies ist das Ergebnis einer Studie des Bundesverbandes Rolladen + Sonnenschutz e.V.. Rollläden leisten somit einen wichtigen Beitrag zur Energieeinsparung und schonen den Geldbeutel. Die Einsparpotenziale fallen dabei je nach Windstärke und Schließungsgrad unterschiedlich aus. Festgestellt wurde auch, dass nicht das Material des Rollpanzers entscheidend für die Wärmedämmung ist, sondern die Luftschicht zwischen Glasscheibe und Rollladen.
Rollläden erhöhen die Sicherheit Effektiver Einbruchschutz beginnt bereits mit der Abschreckung von ungebetenen Gästen. Viele Häuser und Wohnungen sind für den „Fachmann“ schon auf den ersten Blick als ungenügend gesichert erkennbar. Wirkungsvollen Einbruchschutz bieten vor allem mechanische Sicherungen wie Rollläden und Rollgitter. Wie Hausbesitzer den Schutz noch erhöhen können, zeigt die neue Broschüre mit dem Titel „Einbruchschutz – Sicherheit vom Fachbetrieb“. Sie ist bei den Fachbetrieben des Rolladen- und Jalousiebauer-Handwerks erhältlich.
Hinweise und Ratschläge zu Sicherungseinrichtungen werden in der 18-seitigen Informationsschrift anschaulich und praxisorientiert dargestellt. Neueste Erkenntnisse und Empfehlungen der Kriminalpolizei sind darin eingeflossen. Bei einer fachgerechten Ausführung stellen Rollläden und Rollgitter einen schwer überwindbaren Widerstand für jeden Einbrecher dar. Und das nicht nur bei Neubauten: Auch Altbauten können mit diesem Einbruchschutz nachgerüstet werden.
Markisen: Sonnenschutz für Terrasse und Balkon Bei den ersten wärmenden Sonnenstrahlen wird das Mobiliar von Balkon und Terrasse auf Hochglanz poliert und der Platz an der Sonne gemütlich eingerichtet. Hier wird im Frühjahr und Sommer gefrühstückt, die Tasse Kaffee am Nachmittag getrunken, gegrillt sowie das Bierchen nach Feierabend eingenommen.
Eine Markise macht das „Wohnen im Freien“ erst dauerhaft gemütlich und zum Vergnügen. Sie schützt vor sengender Hitze, störender sowie gesundheitsschädigender Sonneneinstrahlung und schafft eine behagliche Atmosphäre. Unter der großen Auswahl bei der Markisen-Familie stellt laut Bundesverband Rolladen + Sonnenschutz e.V. die Gelenkarm-Markise den Klassiker für Terrasse und Balkon.
Der Raumanspruch des Systems ist gering: Nahezu alle Flächen – ob groß oder klein – lassen sich verschatten. Die tragenden Arme legen sich beim Einrollen der Markise zusammen und werden fast unsichtbar. Der Neigungswinkel des Sonnendachs lässt sich an jeden Sonnenstand anpassen – von waagerecht bis senkrecht. Je nach Ausführung kann die Markise auch mit einem Volantrollo ausgestattet werden. Dieses ist im ausfahrenden Fallrohr integriert und schützt wirksam vor tiefstehender Sonne.
Die Besonderheit eines weiteren Familienmitglieds, der Kassetten-Markise, besteht darin, dass die Kassette die gesamte Markise von der Technik bis zum Stoff schützt. Die Kassettenformen variieren von eckig über abgerundet bis oval. Für die tägliche Nutzung der Markisen empfiehlt es sich, diese mit einem Elektromotor auszustatten. Der Rohrmotor wird dabei in die Tuchwelle des Sonnenschutzes eingebaut. Ergänzende Automatikkomponenten wie Sonnen- und Windautomatik bewirken, dass die Markise immer dann Schutz vor der Sonne bietet, wenn diese scheint und dass sie vor starkem Wind geschützt wird. Eine eingebaute Zeitverzögerung verhindert, dass die Markise schon bei einzelnen Wolken einfährt. Ein zusätzlicher Regensensor bewahrt das Markisentuch vor Nässeschäden.
Bei der Auswahl des Markisen-Stoffs steht eine Vielzahl von Dessins zur Verfügung; einfarbig, gestreift und gemustert, in allen erdenklichen Farben. Die Konstruktionsteile der Markise bestehen aus hochwertigen und langlebigen Materialien wie beispielsweise Aluminium. Jedes sichtbare Teil kann durch eine Kunststoffbeschichtung farblich auf den gewählten Stoff abgestimmt werden. Damit sind dem Aufenthalt im Freien auch optisch keine Grenzen gesetzt.
| Rollladen mit integriertem Insektenschutzrollo |
Fliegen bleiben draußen Meist werden Schutzmaßnahmen gegen Insekten erst in der warmen Jahreszeit nachgefragt. Besser ist es, dieses Problem schon bei der Hausplanung oder Renovierung zu berücksichtigen. Hierfür bieten die Fachbetriebe des Rollladen- und Jalousiebauer-Handwerks Rollläden mit integriertem Insektenschutzrollo.
Bei dieser kombinierten Lösung ist die Aufwickelvorrichtung des Insektenschutzgewebes im Kasten untergebracht und lässt sich unabhängig vom Rollladen bedienen. Die Vorrichtung ist einfach zu handhaben. Wer seinen Insektenschutz nicht von Hand herunterziehen möchte, kann auch integrierte Fliegenschutzgitter beziehen, die elektrisch betrieben werden.
| Selbst für außergewöhnliche Wintergartenvarianten ist Sonnenschutz kein Problem |
Das aus Glasfaser oder einem anderen Material bestehende Gewebe ist in der Regel reißfest. Sollte es dennoch einmal beschädigt werden, lässt es sich ersetzen, ohne dass das gesamte Element ausgetauscht werden muss. Das Insektenschutzgitter schließt durch Führungsschienen und Schlussstab dicht zum Blendrahmen ab, so dass es keine Schlupflöcher für die Insekten gibt.
Pfiffige Lösung: Sonnenschutz mit Sonnenenergie Oft ergeben sich gerade beim nachträglichen Einbau für den Haus- oder Wohnungsbesitzer unerwartete Probleme: Eine manuelle Bedienung kann mitunter nicht oder nur mit hohem Aufwand nach innen geführt werden. Strom ist manchmal nicht verfügbar oder nur schwierig zuzuführen. Und immer mehr Bauherren stellen zudem hohe Ansprüche an Wärmedämmung, Schallschutz und Sicherheit. Vorbau-Rolladen können in solchen Fällen helfen.
Die Vorteile eines Solar-Vorbau-Rollladens (Warema) gegenüber einem herkömmlichen Modell sind schnell aufgezählt:
- Der Bedienkomfort durch die Funkfernbedienung erspart den Schalter im Rauminneren.
- Ein Elektroanschluss durch einen – zusätzlich benötigten – Elektriker kann entfallen, weil die Steuerung und das Solarmodul samt der Verkabelung im Rollladenkasten integriert sind.
Einfache Handhabung, große Farbauswahl Das Antriebsprinzip ist einfach: Die von den Solarzellen gewonnene Energie wird in einem Akku gespeichert, der den 12-Volt-Rohrmotor mit Strom versorgt. Die Funkfernbedienung, über die der Motor gesteuert wird, sorgt für einen hohen Komfort und ist äußerst einfach in der Handhabung.
Auch bei ungünstiger Witterung funktionstüchtig Die Solar-Steuerung ist so konzipiert, dass der Rollladen auch bei ungünstigen Witterungsverhältnissen oder ungünstiger Montage-Situation mindestens zweimal pro Tag bedienbar ist. Grundsätzlich jedoch läuft der Rollladen bei durchschnittlichen Lichtverhältnissen – heller Tag/bewölkter Himmel – ein Vielfaches, insbesondere wenn das Solarmodul in Richtung West über Süd bis Ost angebracht ist.
Ist der Akku bis zu einem gewissen Grad entladen, tritt eine interne Schutzfunktion in Kraft: Der Rollladen lässt sich nur dann tieffahren, wenn der Akku auch noch genug Energie für das Hochfahren hat.
BfC